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Schluss mit Eierschalen-Tanz

Ich höre in letzter Zeit so oft die im Grunde selbe Geschichte und sie macht mich traurig und wütend und gleichzeitig weiß ich, das muss so nicht bleiben. Die Schlüssel zu Veränderung liegen bereit und ich mag dazu heute sprechen.


Daher dachte ich: Lass uns so eine Geschichte doch mal anschauen. So als Außenstehende - ganz safe. Schauen wir doch mal in Annas Beziehung. 

(Und wenn du dich stellenweise wiedererkennst: No Shame. Ich kenne so viele, die gerade jetzt genau das erleben - du bist damit nicht allein. Und auch ich habe das mehr als einmal erlebt.)


Nun also zu Anna und ihrer Beziehung.


Aktuell fühlt sie sich frustriert, stuck, manchmal traurig, teilweise überfordert und immer mal wieder so ohnmächtig angesichts der Tatsache, dass sich irgendwie nicht wirklich was ändert

Sie arbeitet Vollzeit. Engagiert sich dort, ist die Kollegin, die man um Hilfe fragen kann. Sie ist die, die als eigenverantwortlich, verlässlich, freundlich und leistungsstark beschrieben wird. Zu Hause wartet dann ganz “normal” die Arbeit dort - kochen, Wäsche waschen, Wohnung sauber halten und dafür sorgen, dass es schön und wohnlich ist.

Und vielleicht hat sie noch nicht die Worte dafür, aber sie macht auch ganz schön viel emotionale Arbeit in der Beziehung. Konflikte werden hauptsächlich von ihr adressiert - vorsichtig, umsichtig, möglichst wertschätzend und konstruktiv - GfK hat sie dafür mal ausprobiert.

Sie geht oft wie auf Eierschalen - überlegt, wie sie etwas formulieren kann und ob sie's jetzt ansprechen soll oder eher nicht. Sie entscheidet sich oft, es doch (noch) nicht zu sagen.

"Gerade nicht der richtige Moment." "Will jetzt nicht noch Öl ins Feuer gießen." "Werd wieder falsch verstanden und dann gibt’s wieder dicke Luft." 

Und wenn sie’s mal anspricht und nicht so gut lief, ist sie meist diejenige, die eine Versöhnung und “Nachbesprechung” anstrebt. Und wenn sie ehrlich ist, würde sie sich wünschen, dass auch ihre Partnerperson da mal den ersten Schritt macht. Dass sie merkt, dass sich Gedanken gemacht wurden. Sie wünscht sich “Repair” für die kleinen und großen Verletzungen. Aber so wirklich kommt das nicht. Manchmal eine Entschuldigung. Aber was sind Entschuldigungen, die keine Veränderungen nach sich ziehen, sondern ab und an einfach wiederholt werden…

Anna trägt die Hauptverantwortung dafür, dass sie und ihre Partnerperson eine schöne Zeit haben - Date-Ideen, kleine Aufmerksamkeiten, liebevolle Gesten. Ihre Partnerperson ist oft gestresst, dünnhäutig, hat wenig Energie - aus einem leeren Becher kann nicht ausgeschenkt werden. Also denkt sie: “Ich füll den Becher mit, damit dann vielleicht wieder etwas zu mir fließen kann?”

Sie weiß, dass wenn sie sich intim nah sind, dass das ihre beiden Akkus auffüllt. Dann fühlen sie sich nah und verbunden - für eine kurze Zeit. Ihre intime Zeit ist nicht immer so, wie sie sich das wünscht und vielleicht noch aus anderen Zeiten kennt. Aber “besser als nichts”, oder? Vielleicht ist da auch ein gemeinsames Kind, ein älterer Elternteil, ein Projekt etc., das umsorgt werden will und ihre Aufmerksamkeit und Fürsorge braucht.

Ganz schön viel - so von außen betrachtet, oder?


Und das spannende ist: so lange trägt sich Anna jetzt schon mit der Hoffnung, dass es besser werden wird. "Es ist gerade eine Phase. Ich unterstütze einfach noch ein bisschen. Ich halte noch ein bisschen aus." 

Und sie hat verschiedene Strategien ausprobiert. Sie hat’s oft angesprochen. Aber das hat nur den Druck auf ihre Partnerperson erhöht und die hat nicht gut darauf reagiert. Vielleicht lief's mal kurz besser - aber es ist nie von Dauer. Das brachte also schon mal nix.

Dann Strategie 2 - aushalten, möglichst ignorieren und auf bessere Zeiten warten. Das lief eine Zeit okay. Anna hat sich abgelenkt. Aber in stillen Momenten merkt sie, dass sich das immer noch nicht gut anfühlt und die nagende Frage im Kopf laut wird: “Wann wird es endlich besser? Wie lange noch?”


Und was sich ganz langsam, still und heimlich anstaute war Frust. So viel Frust. Denn was sich vorher noch anfühlte, wie ein freiwilliges Aufopfern und großzügig Zurückstecken, fühlt sich jetzt nur noch unfair an. Zu viel. Und der Frust brodelt unter der Oberfläche und schlägt sich immer mal wieder Bahn in passiv-aggressiven Kommentaren. Die “Akte” wächst - die Akte mit Beweisen, dass sie wieder einmal mehr macht, wieder einmal die einzige zu sein scheint, die sich bemüht, die tut, macht, umsorgt, sich kümmert etc. Und sie hat das Gefühl, sie geht dabei leer aus.


Und Ohnmacht. So viel Ohnmacht. Ein absolut frustrierender Zustand. Wie soll sich hier was ändern? Angesprochen hat sie’s. Sie hat versucht, es mit sich selbst auszumachen. Hat versucht, mehr zu tragen, damit ihre Partnerperson entlastet wird, und so die Chance entsteht, dass sich was ändern kann. Sie hat schon so viel versucht und ist irgendwie langsam mit ihrem Latein am Ende. Und gehen will sie nicht - da ist doch noch so viel Liebe. Und sie will sich ein Leben ohne ihre Partnerperson gar nicht erst vorstellen. Und vielleicht ist da sogar dieser leise Gedanke: “Besser so, als ganz allein. Jetzt bekomme ich wenigstens noch Liebe, Nähe usw.” 


Was glaubst du, was die Lösung für Anna ist? 

Weißt du, was mir bei dieser Geschichte ganz oft fehlt?

Annas authentisches, ehrliches Gefühl. 


Wirklich zu spüren, was alles da ist. Nicht nur mal kurz ankratzen. Sondern wirklich zu spüren. Denn die Gefühle sind eh da, nur unter der Oberfläche brodelnd. Und da treiben sie ihr Unwesen und beeinflussen unbewusst Annas Gedanken und Handlungen. 


Annas Geschichte ist eine von vielen da draußen. 


Was sie gemein haben, ist ein Mensch, der sich aufopfert und aushält - die Rolle der Märtyrerin, Kümmerin, Retterin und Superheldin, die alles managt und schafft. Und dabei sich selbst nicht wirklich spürt. Sich zu wenig um sich selbst kümmert und sich selbst wichtig nimmt.


Du tust nicht zu wenig, hast nicht zu wenig bisher ausprobiert oder es nur noch nicht richtig gemacht, die richtigen Worte etc. noch nicht gefunden. Vielleicht tust du zu viel - aber zu wenig für dich. Der Fokus (zu) viel im Außen. Dein Fokus darf zurück zu dir. 


Du darfst erkennen, dass du es verdammt noch mal so wert bist, dass du dich geliebt fühlst - consistently.

Dass du's wert bist, mit Liebe, Wertschätzung, Aufmerksamkeit beschenkt zu werden. Dass du unterstützt wirst. Dass ihr auf Augenhöhe zu gleichen Anteilen eure Beziehung pflegt. Dass du auch immer mal wieder überrascht und verwöhnt wirst. Geben und empfangen ausgeglichen. Du verdienst es, dich IMMER geliebt und sicher zu fühlen - auch in Konfliktmomenten. Es ist NICHT zu viel verlangt, sich zu wünschen, dass nach einem Konflikt die Verletzungen - wie groß oder klein sie auch sein mögen, von beiden Seiten repariert werden. Es ist nicht zu viel verlangt, dass alle anfallenden Aufgaben und Verantwortungen geteilt werden. Es ist nicht selbstverständlich und auch nicht fair, wenn du allein oder größtenteils die Care- und emotionale Arbeit machst.


Und wenn du für dich merkst, dass du das zwar irgendwie weißt und dich vielleicht in diesem Moment bestärkt fühlst, aus der Erfahrung bisher aber auch weißt, dass das irgendwie nicht anhält und du damit strugglest daraus irgendwelche nachhaltigen Veränderungen abzuleiten - lass mich dir sagen: I hear you and feel you. Ich weiß aus eigenen Erfahrungen, wie schwer das zu Beginn ist.

Die Rolle der Märtyrerin, Kümmerin, Retterin oder Superheldin ist zwar anstrengend, aber sie ist sozial so viel anerkannter, gelernter und damit bequemer als die Rolle derer, die sich gut um sich kümmert, die vielleicht auch mal unbequeme Grenzen setzt und Disharmonie aushält. 


Wenn du merkst, dass du nicht mehr so weiter machen willst, und was Neues ausprobieren willst und dich endlich wieder selbstwirksam fühlen willst, dann ist der allererste Schritt vielleicht erst mal nicht so sexy und die gewünschte, verheißungsvolle Lösung - denn der Schritt heißt:

aus dem Vermeiden der unangenehmen Gefühle ins Fühlen kommen.

Der Weg geht da nicht dran vorbei. Alles andere führt uns nur in Kreisen zum immer wieder selben Ergebnis. Denn: Die Gefühle anzuerkennen und ihnen Raum zu geben, versorgt uns überhaupt erst mit der Energie, andere Wege zu gehen, andere Entscheidungen zu treffen. Deshalb drücken wir die ja so oft weg - damit wir noch ein bisschen länger aushalten können.


Und das hab ich so so oft gesehen. Wie oft die tollsten Menschen die Augen verschlossen haben. Tief drinnen schon so viel wussten, aber es doch immer wieder wegschoben. Weil sie z.B. nicht glaubten, dass es besser geht. Rational vielleicht schon. Aber emotional nicht. Der Körper hat es noch nicht geglaubt. Da kommen dann herzzerbrechende Glaubenssätze zum Vorschein wie "Ich glaube nicht, dass ich mehr Liebe bekommen kann, als wie ich sie gerade erhalte. Ich glaube nicht daran, unconditionally geliebt werden zu können." (Mein Herz schmerzt immer noch, wenn ich an diese Situation zurückdenke.)

Und hier kommt der Punkt von weiter oben ins Spiel: Der Fokus auf dich und der Kontakt mit dir selbst macht es überhaupt erst möglich, Sätze wie “Ich bin wichtig. Meine Bedürfnisse sind wichtig. Ich bin liebenswert. Ich bin wertvoll.” wirklich zu fühlen und zu verkörpern.

Wir lesen diese Sätze so oft und denken vielleicht sogar schon “jup, seh ich auch so.” Aber sie denken und sie wirklich fühlen - aus tiefster Überzeugung - das sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Die guten Nachrichten: Dieses Wissen steckt in jedem Körper. Denn all die anderen Glaubenssätze sind im Außen entstanden. Wenn wir auf die Welt kommen - noch ein unbeschriebenes Blatt - ist es in uns angelegt: Wir sind wertvoll - einfach so wie wir sind. Wir dürfen wir selbst sein. Wir sind wichtig. Wir sind liebenswert. Erlebnisse überlagern oft dieses Wissen in uns und es ist dann unsere Arbeit, das Wissen wieder freizulegen und zu fühlen.

And coming home to your body is the first step to get there.



Wenn du magst, unterstütze ich dich dabei.

Wenn du gern verändern willst, wie du dich fühlst, wie du Beziehung (er-)lebst, welche Entscheidungen du (nicht) triffst.

Wenn du nicht mehr abwarten und aushalten willst, keinen Eierschalen-Tanz mehr aufführen willst und vor allem dich nicht mehr länger selbst zurückstellen und im Stich lassen willst. Wenn du dich nach mehr Liebe, Freude, Leichtigkeit und einfach du selbst sein zu können sehnst und dafür wirklich losgehen willst. Denn das ist abso-fuckin-lutely möglich. Auch für dich.


Then I’m so ready and happy to support you.

Ich unterstütze dich unendlich gern auf dem Weg zurück nach Hause in deinen Körper und zu einem (Beziehungs-)Leben, was sich richtig gut und voll und yummy anfühlt. Let’s shift these things!


Ich habe mich mit Herz und Seele dem Empowerment verschrieben - und das darf in meiner Welt sanft und verletzlich und zugleich stark, selbstbewusst und mutig sein. Es geht um Tiefe und Verbindung mit dir und dich dann von dort aus zu zeigen und auszudrücken. Dich selbst, deine Bedürfnisse, Wünsche und Gefühle wirklich würdigend.


Als trauma-sensible Embodiment Coachin unterstütz ich dich mit viel Einfühlungsvermögen und einer Geborgenheit schenkenden Energie auf körperlicher, emotionaler, energetischer und mentaler Ebene dabei.


Wenn du neugierig bist, kannst du hier mehr zu meinen Tools und meiner Arbeitsweise erfahren und einen kostenlosen Kennenlern-Zoom-Call mit mir vereinbaren.



Ich freu mich auf dich. Mach's mit und sei mutig. Es lohnt sich.


Lass mir so gern auch ein ❤ oder Kommentar da, wenn der Beitrag für dich hilfreich war.

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