"Back to the Heart" – Embodied Reconnect bei Überforderung, Erschöpfung, Overthinking & Co.
- Sarah S.
- vor 1 Tag
- 5 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 16 Stunden
Hustle-Modus. Dauer-Anstrengung. Zu viel, zu schnell. Dein System ist erschöpft, angespannt. Dein Kopf will Lösungen. Weitermachen.
Aber dein Körper sagt klar: Stopp.
Ich hab gelernt: Overwhelm bedeutet mein Nervensystem ist im Ausnahmezustand - klassischer Fight-Flight-Freeze-Zustand.
Clevere Lösungen finden, Entscheidungen treffen, Hören was mein Herz sagt? Fehlanzeige.
Wenn mein System überfordert ist, bin ich nicht mehr in Kontakt mit mir.
Und dennoch versuchen wir oft noch durchzuhalten, zu funktionieren, irgendwie doch weiterzumachen. Worst case sind wir noch unzufrieden mit uns selbst. Kritisieren uns.
Aber statt mehr Disziplin & Druck braucht's was anderes - und da setzt mein "Back-to-the-Heart"-Guide an. Ein embodied Reset & Reconnection.
„Nicht, um besser zu funktionieren – sondern um wieder wirklich da zu sein.“
Es beginnt immer gleich:
Radikal anhalten. Und dann raus aus dem Kopf – rein in den Körper.
Ich frage nicht: Was muss ich jetzt noch alles tun?
Ich frage: Was braucht mein System, um sich wieder sicher zu fühlen?
Die Antwort ist körperlich spürbar, wenn ich hinlausche.
Manchmal ist es: Atmen.
Manchmal: Langsamer werden.
Manchmal: Weinen.
Manchmal: Mich anlehnen.
Manchmal: Nichts entscheiden.
Regulation & Reconnection kommen VOR Klarheit. Immer.
Wenn mein Nervensystem sich sicherer fühlt, ist die Veränderung direkt spürbar:
Meine Gedanken werden wieder weiter.
Meine Optionen werden größer.
Entscheidungen fallen wieder leicht.
Weil ich im Kontakt mit mir selbst - meinem Herzen, meinem Kern bin.
Die "Back-to-the-Heart"-Practice ist kein Tool, das du einfach "stupide anwendest".
Es ist ein Innehalten. Erinnern. Zurückkommen.
Und von da aus… geht alles, was du dir so dringlich gewünscht hast, aber irgendwie blockiert schien, wieder kinderleicht.
Hier also nun die 3 Schritte:
Dein Back-to-Heart Guide💖
Wichtig - kümmer dich erst mal nur um Schritt 1.
Ignorier, was danach kommt. Das ist gerade nicht dran & wär nur weiter überfordernd, darüber auch schon nachzudenken.
Schritt 1: Radikales Time-Out & Erste Hilfe
Ziel:
Nervensystem kommt raus aus dem Survival-Modus.
Du fühlst dich wieder ruhiger, Herz & Kopf rasen nicht mehr, Gefühl von Druck & Zeitmangel nimmt ab.
Radikales Anerkennen & Time-Out - JETZT
Erkenne und respektiere: Das ist dein Körper, der um Hilfe ruft.
Wie ein kleines Kind, das sich doll verletzt hat.
In einem solchen Moment machen wir nicht einfach weiter und ignorieren das Kind noch für eine Weile.
Wir lassen stehen und liegen, was wir gerade tun, und kümmern uns um die Erste Hilfe.
Das ist es, was du jetzt für dich selbst tun musst.
Also, hör auf mit dem, was du gerade tust. JETZT.
Hör auf mit Multitasking und Funktionieren.
Kümmer dich um dich und komm mit mehr Ressourcen und Ruhe zur Situation zurück, die dich gerade überwältigt.
Erste Hilfe für dein Nervensystem
Probier aus und schau, was für dich wirkt. Wenn etwas nicht wirkt, probier was anderes aus der Liste.
Ideen:
Augen zu, Füße am Boden spüren/ dich auf den Boden legen 👣
Richte aktiv und bewusst deine Aufmerksamkeit auf den Kontakt von Körper & Boden.
5 Minuten langsam und lang ausatmen 🌬️
Doppelt so lang aus wie ein - versuch 4 ein, 8 aus.
Ja, das mag langweilig erscheinen, aber es ist super effektiv.
Lass beim Ausatmen auch ein Tönen/Seufzen zu. Das stimuliert deinen Vagusnerv und hilft zusätzlich bei der Entspannung.
1 Lied lang Körper schütteln oder wiegen 🥁
Lässt etwas von der Flucht- oder Kampfenergie in deinem Körper raus.
Kaltes Wasser/Eis ins Gesicht als Unterbrechung 🧊
eine Runde draußen gehen - 20 Minuten reichen oft schon 🚶➡️
Verbinde dich mit jemandem 💖 (#Ko-Regulation - aber nicht indem du mit dem Menschen lang und breit das Gedanken-Karussel diskutierst)
Sobald es wieder ruhig in dir ist, kannst du zu Schritt 2 übergehen.
Schritt 2: Vermeidung aufdecken & ins Fühlen kommen
Ziel: die unterliegende, auslösende Angst vom Aktionismus entkoppeln & fühlen
Wichtig zu verstehen:
Überforderung steht am Ende einer Kette.
Am Anfang steht eine Situation, die ich unbedingt verhindern will, weil sie mir unangenehme Gefühle machen würde - z.B. ich hab Angst, dass ich in finanzielle Engpässe gerate. Oder dass mein Herzmensch mich verlässt. Oder die Vorgesetzte meine Arbeit kritisiert und mich kündigt.
Oft ist das, was wir da verhindern wollen, gar nicht richtig bis zu Ende durchdacht, sondern eher diffus. Die große, scary Sache, die nicht passieren soll.
Weil wir nicht wollen, dass das eintritt, verfallen wir in Aktionismus, Vermeidungs- und Schutzstrategien - z.B. Gefühl ignorieren, zu viel machen, hektisch werden, zu lange etwas aufschieben und dann Zeitdruck haben, übervorsichtig werden etc.
Deinem Nervensystem sagst du damit: Ausnahmesituation! Es ist nicht mehr sicher. Und wir fangen an, innerlich zu rennen. Und so entsteht die Überforderung.
Es gibt also etwas zu fühlen, damit du diese angstgetriebenen Vermeidungs- und Schutzstrategien nicht mehr fahren musst.
Wie komme ich an das Gefühl und wie fühl ich's?
Hier braucht's manchmal Support durch Coaches wie mich - allein sowas in der Tiefe fühlen, haben wir oft nicht gelernt und daher ist uns oft noch fremd, wie das genau geht. Aber im Grunde machst du Folgendes:
Stell dir das, was du befürchtest, in allen Details vor. Vielleicht sprichst du's auch laut aus oder nimmst es auf: "Wenn ich ... (nicht) mache/schaffe, passiert im schlimmsten Fall ... Und dann würde ich mich ... fühlen"
Und dann lass das Gefühl aufkommen. Und fühl das in all seiner Tiefe & Weite.
Wichtig dabei:
Oft wollen wir nicht tiefer fühlen oder es möglichst schnell weghaben, weil wir Angst haben, dass das Gefühl stärker und überwältigender wird. Aber das Gegenteil ist der Fall. (Wenn wir aber Widerstand gegen ein Gefühl haben, dann fühlt's sich unangenehm an und es bleibt hartnäckig da.)
Stattdessen gilt's, es willkommen zu heißen & ihm mit Neugier und Liebe zu begegnen - wie einem kleinen Kind, was dich gerade braucht.
Bleib da. Geh nicht weg. Höre zu. Reiche innerlich deine Hand. Sei für diesen ängstlichen Anteil da.
Nicht selten gibt's mehrere Ängste oder Gefühle, die gefühlt werden wollen.
Ergebnis:
Wenn du das gefühlt hast, entsteht innerlich meist eine Ruhe und Klarheit, manchmal sogar ein sehr friedvolles Gefühl.
Schritt 3: Re-Connect & neu ausrichten - aus Herz & Vertrauen heraus
Jetzt geht's um ein Rückverbinden mit dir und ein Re-Evaluieren der Situation:
Auftanken - diese Stress-Situation hat Energie gekostet.
Dein Vertrauen in dich & deine innere Wahrheit wieder spüren. Dem folgen, was du tun MÖCHTEST und was sich freudvoll & stimmig anfühlt.
Grenzen setzen & Anpassungen vornehmen.
Wie?
Hier helfen z.B. guided Meditations oder, wenn du das geübt bist, einfach ein Verbinden mit dir, deinem Atem, deinem Körper und deinem Herzen.
Fragen, die dich unterstützen können:
ggf. willst du die in einem Gespräch mit jemandem beantworten - lass dich unterstützen💖
Wichtig: Mit deinem Körper, Herzen und dem Fühlen verbunden bleiben und nicht komplett in den Kopf wieder rutschen. Also nicht nur die Antworten denken, sondern die Fragen im Körper spüren und schauen, was an Antworten intuitiv zurückkommt. Was sich stimmig anfühlt.
Was brauche ich jetzt, um für mich zu sorgen? (körperlich, emotional, energetisch)
z.B. freier Tag, Spaziergang, Bewegung, bewusstes Nicht-Tun, soziale Verbindung etc.
Wozu hab ich gerade (weiterhin) ein “ja”? Was fühlt sich gerade richtig/ erfüllend/ lebendig/ inspirierend für mich an?
Wie mach ich's mir wieder einfach, leicht, weit, entspannt? (statt eng, Druck, komplex, zu viel, erzwingen)
z.B. weniger parallele Themen, weniger ToDos, weniger Tempo, mehr/weniger Struktur
Was fühlt sich gerade zu viel/ nicht (mehr) stimmig an? Wozu sagt mein Körper/meine Intuition "nein"? Was kann ich von weglassen/ pausieren?
Gibt es irgendwelche Entscheidungen, die ich jetzt treffen kann?
Gibt es noch irgendwelche ungelösten Themen/ Konflikte, die ich jetzt klären kann? Muss etwas ausgesprochen/ angesprochen werden?
Sollten wieder Zweifel, Fragen, Einwände aufkommen: wieder dem Gefühl begegnen und dann wieder bei dir ankommen♥️
Du kannst dich jederzeit in solchen Momenten von mir als Coachin an deiner Seite unterstützen lassen. Beim Fühlen. Beim neu Ausrichten. Beim Lösungen finden. Wir müssen sowas nicht allein machen. Zusammen geht's so viel leichter.


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